Der Outlook PST Speicherort ist einer der meistgesuchten Pfade überhaupt – und seit Microsoft das neue Outlook eingeführt hat, herrscht echte Verwirrung. Suchen Sie nach Ihrer PST-Datei und finden nichts? Dann nutzen Sie möglicherweise das New Outlook, das intern komplett anders funktioniert. In diesem Artikel erkläre ich beide Welten: Classic Outlook mit PST/OST und New Outlook ohne – plus alle Pfade, Registry-Tricks und den ForcePSTPath-Weg für eigensinnige OST-Dateien.

Getestet auf Windows 11 24H2 mit Office 365 Classic und New Outlook, Mai 2026.

Outlook PST Speicherort. Wo speichert Windows 11 Outlook Dateien .pst oder .ost

New Outlook vs. Classic Outlook – das müssen Sie zuerst wissen

Microsoft rollt seit Ende 2023 das New Outlook für Windows aus – und das ist kein simples Update, sondern eine komplett andere Architektur. Der entscheidende Unterschied: New Outlook speichert keine lokalen PST- oder OST-Dateien mehr. Alle Daten laufen über die Cloud, konkret über Exchange Online bzw. Ihre Microsoft-365-Postfächer.

pCloud Lifetime

Das erklärt, warum viele Nutzer verzweifelt nach ihrer PST suchen und nichts finden. Sie suchen an der richtigen Stelle – aber für das falsche Programm.

So erkennen Sie welche Version Sie nutzen:

  • Classic Outlook: Menüleiste mit „Datei“, „Start“, „Senden/Empfangen“ oben – das bekannte Ribbon-Interface
  • New Outlook: Schlanke Oberfläche, kein klassisches Ribbon, oben rechts ein Toggle „Neues Outlook“ – sieht aus wie Outlook.com im Desktop-Fenster

Wenn Sie auf New Outlook umgestellt haben und Exchange/M365 nutzen: Vergessen Sie PST und OST. Ihre Daten liegen in der Cloud und sind über den Browser unter outlook.office.com erreichbar. Eine lokale Datensicherung erledigen Sie über den Outlook-Exportassistenten – der erzeugt dann wieder eine PST als Snapshot.

Wer hingegen ein POP3-Konto, ein lokales IMAP-Konto oder noch Classic Outlook mit Exchange betreibt, findet seine Dateien wie gewohnt im Dateisystem.

Alle PST- und OST-Pfade im Überblick – nach Outlook-Version

Die Pfade unterscheiden sich je nach Outlook-Generation. Hier die vollständige Übersicht – das ist die Tabelle, die Microsoft selbst nicht sauber zusammenstellt:

Outlook-VersionPST-StandardpfadOST-Standardpfad
Outlook 2016C:\Users\Name\Documents\Outlook-DateienC:\Users\Name\AppData\Local\Microsoft\Outlook
Outlook 2019C:\Users\Name\Documents\Outlook-DateienC:\Users\Name\AppData\Local\Microsoft\Outlook
Outlook 2021C:\Users\Name\Documents\Outlook-DateienC:\Users\Name\AppData\Local\Microsoft\Outlook
Microsoft 365 ClassicC:\Users\Name\Documents\Outlook-DateienC:\Users\Name\AppData\Local\Microsoft\Outlook
New Outlook (2023+)❌ Keine lokale PST❌ Keine lokale OST – Cloud-only
Outlook 2013 und älterC:\Users\Name\AppData\Local\Microsoft\OutlookC:\Users\Name\AppData\Local\Microsoft\Outlook

⚠️ Hinweis: Der Ordner AppData ist unter Windows 11 standardmäßig ausgeblendet. So machen Sie ihn sichtbar: Windows-Explorer öffnen → Ansicht → Anzeigen → „Ausgeblendete Elemente“ aktivieren.

Schneller geht es mit der Direkteingabe in der Adressleiste des Explorers: %localappdata%\Microsoft\Outlook – das löst Windows automatisch auf den richtigen Pfad auf, ganz ohne versteckte Ordner manuell freizuschalten.

[BILD: Screenshot Windows Explorer Adressleiste mit Eingabe %localappdata%\Microsoft\Outlook]

Outlook PST Speicherort direkt in Outlook anzeigen lassen

Der sicherste Weg zum genauen Outlook PST Speicherort führt über die Kontoeinstellungen – Outlook zeigt dort den exakten Pfad jeder eingebundenen Datendatei an.

  1. Outlook öffnen → oben links auf Datei klicken
  2. KontoeinstellungenKontoeinstellungen… wählen
  3. Reiter Datendateien öffnen
  4. Gewünschte Datei markieren → Dateispeicherort öffnen klicken

Der Explorer öffnet sich direkt im richtigen Ordner. Alternativ funktioniert der Weg auch über die Systemsteuerung → „Mail (Microsoft Outlook)“ → „Datendateien“ – das ist praktisch, wenn Outlook gerade nicht läuft.

OST-Datei per Registry verschieben: der ForcePSTPath-Trick

OST-Dateien lassen sich nicht einfach per Drag-and-Drop verschieben. Microsoft hat das in den Microsoft-365-Versionen zusätzlich erschwert – der früher vorhandene Pfad-Dialog in den Kontoeinstellungen fehlt bei neueren Versionen. Der zuverlässige Weg führt über einen Registry-Eingriff.

⚠️ Vor jedem Registry-Eingriff: Erstellen Sie einen Registry-Export als Backup. Regedit → Datei → Exportieren → Speicherort wählen. Dauert 10 Sekunden und rettet Sie im Fehlerfall.

  1. Outlook komplett schließen – auch im System-Tray prüfen
  2. Drücken Sie Windows + R, geben Sie regedit ein und bestätigen mit Enter
  3. Navigieren Sie zu diesem Pfad (16.0 steht für Office 2016/2019/2021/365 – bei Office 2013 wäre es 15.0):
    HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\16.0\Outlook
  4. Rechtsklick im rechten Bereich → NeuZeichenfolgewert
  5. Benennen Sie den Wert: ForceOSTPath
  6. Doppelklick auf den neuen Wert → Ziel-Pfad eingeben, z. B. D:\OutlookDaten
  7. Stellen Sie sicher, dass der Ziel-Ordner existiert – Outlook erstellt ihn nicht automatisch
  8. Windows neu starten – beim nächsten Outlook-Start wird die OST-Datei am neuen Ort angelegt

Die alte OST-Datei im ursprünglichen Pfad können Sie anschließend löschen – sie wird nicht mehr benötigt, da Outlook beim Start eine frische OST synchronisiert. Bei sehr großen Postfächern dauert die erste Synchronisation je nach Internetverbindung einige Stunden.

Für PST-Dateien funktioniert derselbe Mechanismus mit dem Wert ForcePSTPath am selben Registry-Speicherort. Damit landen neue PST-Dateien automatisch im gewünschten Verzeichnis statt im Standard-Dokumente-Ordner.

[BILD: Screenshot Regedit mit geöffnetem Pfad HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\16.0\Outlook und sichtbarem ForceOSTPath-Wert]

PST-Datei ist zu groß – komprimieren oder aufteilen

PST-Dateien wachsen still und leise. Ich hatte selbst eine 18-GB-PST, die Outlook beim Start regelmäßig ins Stocken brachte – bis ich konsequent aufgeräumt hatte. Microsoft empfiehlt als Richtwert maximal 50 GB, aber die Performance leidet deutlich früher: Ab etwa 10–15 GB merken Sie in der Praxis, dass Suchen langsamer werden und der Start länger dauert.

PST-Datei komprimieren (Compact)

Wenn Sie E-Mails oder Anhänge gelöscht haben, bleibt der belegte Speicher zunächst reserviert. Outlook gibt ihn erst nach einer Komprimierung frei:

  1. Outlook öffnen → DateiKontoeinstellungenDatendateien
  2. Die gewünschte PST markieren → Einstellungen
  3. Schaltfläche Jetzt komprimieren klicken

Bei einer 10-GB-PST mit vielen gelöschten Elementen kann das die Datei auf 6–7 GB schrumpfen. Der Vorgang läuft im Hintergrund und dauert je nach Größe einige Minuten.

Alte E-Mails archivieren statt löschen

Der nachhaltigere Weg: E-Mails die älter als 1–2 Jahre sind, in eine separate Archiv-PST auslagern. Das hält die aktive Datei schlank und die Daten bleiben erhalten.

  1. DateiÖffnen und ExportierenImportieren/Exportieren
  2. In Datei exportierenOutlook-Datendatei (.pst) wählen
  3. Ordner auswählen (z. B. Posteingang) → Unterordner einbeziehen anhaken
  4. Filter setzen: Nur E-Mails vor einem bestimmten Datum exportieren
  5. Neuen Dateinamen vergeben: z. B. Archiv_2023.pst → Speicherort wählen → Fertig stellen

Nach dem Export können Sie die Original-E-Mails aus der Haupt-PST löschen und anschließend komprimieren.

Microsoft 365: Online-Archiv aktivieren statt lokal aufteilen

Wer Microsoft 365 nutzt, hat eine elegantere Option: Das Online-Archiv im Exchange-Postfach. Damit wandern alte Mails automatisch in die Cloud – die lokale OST bleibt klein, der Zugriff funktioniert weiterhin in Outlook. Aktivieren lässt es sich über das Microsoft 365 Admin Center oder – bei Unternehmenskonten – durch den IT-Administrator.

PST-Dateien verschieben – Schritt für Schritt

Wichtig: Schließen Sie Outlook vollständig, bevor Sie Dateien verschieben!

  1. Öffnen Sie Outlook auf Ihrem Windows 11-Computer.
  2. Klicken Sie oben links auf „Datei“ und wählen Sie „Kontoeinstellungen“ aus.
  3. Klicken Sie auf „Kontoeinstellungen“ erneut.

    Kontoeinstellungen
  4. Wählen Sie das entsprechende E-Mail-Konto aus, für das Sie den Speicherort ändern möchten.
  5. Klicken Sie auf „Einstellungen“ und dann auf „Erweitert“.

    Ändern des Standard Speicherort outlook
  6. Klicken Sie auf „Outlook-Datendateien“ und dann auf „Dateipfad“.
  7. Wählen Sie den gewünschten neuen Speicherort für Ihre Outlook-Dateien aus.
  8. Klicken Sie auf „OK“ und dann auf „Schließen“.

Beschädigte PST-Datei reparieren mit scanpst.exe

Wenn Outlook beim Start meldet, dass eine PST-Datei beschädigt ist oder Elemente fehlen, hilft das Microsoft-eigene Reparaturtool scanpst.exe (Inbox Repair Tool). Es ist Teil jeder Outlook-Installation.

Typische Speicherorte von scanpst.exe:

Office 365 / 2021 / 2019 (64-Bit):
C:\Program Files\Microsoft Office\root\Office16\scanpst.exe

Office 365 / 2021 / 2019 (32-Bit auf 64-Bit-Windows):
C:\Program Files (x86)\Microsoft Office\root\Office16\scanpst.exe

Office 2016:
C:\Program Files\Microsoft Office\Office16\scanpst.exe
  1. Outlook schließen
  2. scanpst.exe starten (Doppelklick auf die Datei)
  3. Pfad zur beschädigten PST eingeben oder über Durchsuchen wählen
  4. Starten → das Tool analysiert die Datei
  5. Bei gefundenen Fehlern: Backup der gescannten Datei erstellen anhaken → Reparieren

Bei sehr großen oder stark beschädigten PST-Dateien kann es nötig sein, scanpst.exe mehrfach auszuführen. Das Tool behebt strukturelle Fehler, stellt aber keine gelöschten E-Mails wieder her.

Outlook PST-Dateien wiederherstellen

Falls Sie Ihre Outlook-Daten wiederherstellen müssen:

Aus Backup wiederherstellen

  1. Öffnen Sie Outlook
  2. Gehen Sie zu „Datei“ → „Öffnen und Exportieren“ → „Outlook-Datendatei öffnen“
  3. Navigieren Sie zu Ihrer Backup-PST-Datei
  4. Wählen Sie die Datei aus und klicken Sie auf „OK“
  5. Die Datendatei wird in Outlook eingebunden
Importieren Exportieren outlook

Import von PST-Dateien

  1. Klicken Sie auf „Datei“ → „Öffnen und Exportieren“ → „Importieren/Exportieren“
  2. Wählen Sie „Aus anderen Programmen oder Dateien importieren
  3. Wählen Sie „Outlook-Datendatei (.pst)“
  4. Navigieren Sie zur PST-Datei
  5. Wählen Sie, wie mit Duplikaten umgegangen werden soll
  6. Wählen Sie den Zielordner und starten Sie den Import

Outlook PST Speicherort sichern – die richtige Backup-Strategie

Eine PST-Datei ist Ihre komplette E-Mail-Geschichte. Ich sichere meine wöchentlich auf eine externe Festplatte – einmal hat mich das nach einem Systemabsturz buchstäblich gerettet. Folgende Regeln haben sich bewährt:

  • Outlook muss beim Backup geschlossen sein – sonst ist die kopierte Datei inkonsistent
  • PST-Dateien nicht in OneDrive speichern – Microsoft warnt explizit davor, da die Synchronisation Datenbeschädigungen verursachen kann
  • Backup-Datei mit Datum benennen: Outlook_Backup_2026-05-21.pst
  • Mind. eine Kopie auf externem Medium oder NAS – nicht nur intern auf derselben Festplatte
  • Bei Microsoft 365: Zusätzlich den Outlook-Exportassistenten für einen PST-Snapshot nutzen

Wer regelmäßige Backups automatisieren möchte, kann über das Windows-Tool Outlook-Daten automatisch sichern mehr erfahren.

Fazit

Der Outlook PST Speicherort ist für die meisten Nutzer ein klassischer Suchauftrag – und seit New Outlook auf dem Vormarsch ist, kommt als erste Frage dazu: Welches Outlook überhaupt? Wer Classic Outlook nutzt, findet seine Dateien zuverlässig unter Documents\Outlook-Dateien (PST) bzw. AppData\Local\Microsoft\Outlook (OST). Wer auf New Outlook umgestellt hat, sucht vergebens – dort gibt es keine lokalen Datendateien mehr.

Den OST-Pfad per ForceOSTPath-Registry-Eintrag zu verlegen ist der zuverlässigste Weg, wenn Microsoft den Pfad-Dialog in den Kontoeinstellungen entfernt hat. Und wenn die PST-Datei auf mehrere Gigabyte angewachsen ist: erst komprimieren, dann mit Archiv-PSTs strukturieren – das hält Outlook dauerhaft flott.

Bei Fragen zu einem der Schritte – einfach in den Kommentaren melden. Nach 25 Jahren mit Outlook-Installationen in allen Varianten ist mir kaum ein Szenario noch fremd.

Wo liegt die Outlook PST-Datei unter Windows 11?

Die PST-Datei liegt standardmäßig unter C:\Users\IhrBenutzername\Documents\Outlook-Dateien (ab Outlook 2013). Ältere Versionen und alle OST-Dateien finden Sie unter C:\Users\IhrBenutzername\AppData\Local\Microsoft\Outlook. Schnellster Weg: Explorer-Adressleiste, %localappdata%\Microsoft\Outlook eingeben.

Hat New Outlook eine PST-Datei?

Nein. New Outlook (ab 2023) verwendet keine lokalen PST- oder OST-Dateien. Alle Daten laufen über die Cloud via Exchange Online oder Microsoft 365. Eine Offline-Sicherung ist nur über den Exportassistenten möglich, der einen PST-Snapshot erzeugt.

Wie verschiebe ich die OST-Datei auf ein anderes Laufwerk?

OST-Dateien können nicht per Explorer verschoben werden. Der Weg führt über die Registry: HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\16.0\Outlook → neuer Zeichenfolgewert ForceOSTPath → Zielpfad eintragen → Windows neu starten. Outlook legt die OST dann am neuen Ort an.

PST-Datei zu groß – was tun?

Zuerst komprimieren: Datei → Kontoeinstellungen → Datendateien → Einstellungen → Jetzt komprimieren. Für dauerhaft schlankere Dateien: Alte E-Mails in eine Archiv-PST exportieren. Microsoft-365-Nutzer können das Online-Archiv im Exchange-Postfach aktivieren.

Darf ich die PST-Datei in OneDrive speichern?

Nein. Microsoft warnt explizit davor, PST-Dateien in OneDrive oder anderen Sync-Lösungen zu speichern. Die gleichzeitige Synchronisation während Outlook auf die Datei zugreift kann zu Datenbeschädigungen führen. Für Backups externe Festplatten oder NAS verwenden.

Autor: Vangelis – 25+ Jahre IT-Erfahrung, Gründer von windowspower.de seit 2013. Getestet auf Windows 11 mit Microsoft 365 Classic und New Outlook, Mai 2026.

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Ich bin Vangelis, Windows-Experte und Gründer von WindowsPower.de. Seit 2013 hilft er über 500.000 Nutzern bei Windows-Problemen mit 25+ Jahren IT-Erfahrung. Stetig arbeiten wir daran, Lösungsvorschläge für alle möglichen Windows-Probleme zu bieten.