Weltweite Arbeitslosigkeit auf historischem Hoch

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Vangelis

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USA und Spanien traf Krise am härtesten

Die weltweite Arbeitslosigkeit ist seit Beginn der Wirtschaftskrise auf ein historisches Allzeithoch gestiegen. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IMF) IMF -- International Monetary Fund Home Page und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) International Labour Organization - Home ist die Zahl allein seit 2007 um 30 Mio. Menschen angeschwollen. Insgesamt sind damit rund 210 Mio. berufsfähige Personen ohne Arbeit. Die Industrieländer - allen voran die USA und Spanien - hat die Krise besonders hart getroffen. Sie müssen mit enormen Langzeitfolgen rechnen.


"In Spanien liegt die Arbeitslosigkeit noch immer bei 20 Prozent", sagt Ferdinand Fichtner, Konjunkturexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) http://www.diw.de, im Gespräch mit pressetext. Allein hier kletterte die Zahl der Arbeitslosen in den vergangenen Jahren der Wirtschaftskrise um rund 2,7 Mio. Gemeinsam mit den Vereinigten Staaten sorgten die Iberer für zwei Drittel des Anstiegs in den Industrieländern. Die USA weisen seit 2007 um rund 7,5 Mio. mehr Erwerbslose auf, die beinahe die Hälfte der Zunahme in allen Industriestaaten bilden.

440 Millionen neue Jobs nötig

Derzeit zeigt die Wirtschaft zwar Zeichen einer allmählichen Erholung. "Für Millionen von Menschen und Unternehmen weltweit ist die Krise aber alles andere als vorbei", sagt ILO-Generaldirektor Juan Somavia. Durch die rezessionsbedingt hohe Arbeitslosigkeit müssen die betroffenen Länder noch in den kommenden zwei Jahrzehnten mit sozialen Folgen rechnen. Jobverluste ziehen laut IMF und ILO noch 15 bis 20 Jahre später niedrigere Gehaltsniveaus nach sich. Zudem haben sie höhere gesundheitliche Risiken und damit Kosten sowie eine höhere Sterblichkeitsrate unter den Betroffenen zur Folge.

Die beiden Organisationen gehen davon aus, dass in den kommenden zehn Jahren weltweit rund 440 Mio. neue Arbeitsplätze geschaffen werden müssen, allein um die neuen Teilnehmer am Arbeitsmarkt zu beschäftigen. Um darüber hinaus die Folgen der Krise zu bewältigen, sind noch mehr Jobs nötig. Eine auf die Schaffung von Arbeitsplätzen fokussierte Wachstumsstrategie hat nach Ansicht der ILO daher oberste Priorität. Andernfalls wird die wirtschaftliche Erholung jene, die sie am meisten brauchen, erst in Jahren erreichen - wenn überhaupt. (pte)
 
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