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Software und ihr Quelltext

Quelltext ist die Form eines Programms, in der sie von Programmierern geschrieben wird. Auf dem Computer selbst wird dann eine andere Form des Programms tatsächlich ausgeführt. Der Unterschied ist wichtig und sollte jedem Nutzer klar sein. Wesentliche Punkte sind der Aufbau des Quelltextes, seine Eigenschaften und oft auch die Frage seiner Verfügbarkeit. Haben Sie als Nutzer Zugang zum Quelltext oder nur zu einer ausführbaren Version?

Was ist der Quelltext eines Programms?

Ein Programmierer wählt eine Programmiersprache und schreibt sein Programm nach den Regeln dieser Sprache. Das Ergebnis ist dann genau der Quelltext. Der Gegenstand des Textes ist eine Reihe von Anweisungen, die vom Computer ausgeführt werden sollen. Für einen Programmierer sind diese Anweisungen lesbar. Der Computer kann den Quelltext zwar speichern, aber die Anweisungen nicht direkt ausführen. Vor einer Ausführung muss der Quelltext des Programms in sogenannte Mikroinstruktionen übersetzt werden, die vom Prozessor des Computers tatsächlich ausgeführt werden können.

Quelltext ist die Grundlage für Systemprogramme, Anwenderprogramme und auch für Webseiten. Dort ist der Quelltext auf den Client, also normalerweise den Webbrowser und den Server verteilt. In vielen Fällen sind diese Quelltexte in unterschiedlichen Programmiersprachen geschrieben.

Der Unterschied zwischen interpretiertem und kompiliertem Quelltext

Für die Übersetzung des Quelltextes in Mikroinstruktionen kommt eine Interpretation oder eine Kompilierung in Frage. Interpretation bedeutet, dass jede Anweisung im Quelltext übersetzt und sofort ausgeführt wird. Der Interpreter arbeitet also ähnlich einem Dolmetscher für eine menschliche Fremdsprache. Ein Compiler hingegen übersetzt den ganzen Quelltext, bevor der Computer mit der Ausführung beginnt. Kompilierte Programme laufen in der Regel schneller als interpretierte, weil bei der Berücksichtigung des gesamten Quelltextes eine effizientere Übersetzung erstellt werden kann.

Für Webseiten kommen üblicherweise interpretierte Skriptsprachen zur Anwendung. Wohl die wichtigste ist JavaScript, das von jedem heute programmierten Webbrowser verstanden wird und ausgeführt werden kann.

quelltextes in programmierung

Welche Anforderungen soll der Quelltext erfüllen?

Die wichtigsten Kriterien sind so alt wie der Computer selbst und beziehen sich auf den strukturierten Aufbau und die Dokumentation. Ein gut strukturiertes Programm ist leichter nachvollziehbar und damit sind auch Änderungen wesentlich schneller und zuverlässiger durchzuführen. Das gilt sowohl für den Entwickler selbst als auch für andere Programmierer, die später das Programm warten oder anpassen müssen.
Der Quelltext ist sorgfältig zu erstellen, da schon kleine Nachlässigkeiten später unter gewissen Umständen zu großen Performanceproblemen führen können. Es muss also nicht unbedingt eine langsame Internetverbindung für das Problem verantwortlich sein!

Diesem Zweck der leichteren Nachvollziehbarkeit dient auch die Dokumentation. Sie besteht nicht nur aus den separaten Anleitungen oder Manuals, sondern auch aus Kommentaren, die in den Quelltext eingefügt werden. So gut wie jede Programmiersprache erlaubt es dem Programmierer, diese Kommentare so auszuzeichnen, dass sie vom Interpreter oder Compiler ignoriert werden.

Klare Struktur und Dokumentation erfordern einen gewissen Aufwand, auf den gerade bei Zeitdruck immer wieder verzichtet wird. Schon zwei Monate nach Fertigstellung eines Programms sind aber viele Einzelheiten nicht mehr so klar, wie sie das während des Schreibens des Programms waren. Langfristig rächen sich Einsparungen in diesem Bereich fast immer.

Wer verfügt über den Quelltext?

Quelloffene Software bedeutet, dass der Quelltext für den Nutzer zugänglich ist. Die Alternative ist ein fertig kompiliertes Programm, das der Nutzer vom Hersteller erhält und auf seinem Computer laufen lassen kann.

Ein solches Programm ohne den Quelltext ist nur mit sehr viel Aufwand anpassbar, wenn das überhaupt möglich ist. Ein wesentlich größeres Problem stellt sich bei sicherheitskritischen Programmen. Nur mit verfügbarem Quelltext lässt sich überprüfen, dass das Programm die Anforderungen erfüllt und keine Hintertüren eingebaut wurden.

Fazit

Der Quelltext von Programmen ist der zentrale Betriebsstoff für das Funktionieren aller Computer. Die fortdauernden Anstrengungen um den Zugang zum Quelltext, um seine Struktur und Dokumentation zeigen das klar. Die meisten Computernutzer haben kaum direkten Kontakt zum Quelltext der von ihnen verwendeten Programme. Ob sie diesen Zugang etwa für Anwendungen in der Informationssicherheit brauchen, muss aber von den Nutzern selbst erkannt und entschieden werden.

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Vangelis

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