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Wie schützen Sie Ihre Privatsphäre nach dem Windows Sicherheitsupdate Juli 2019?



Zwar wird Windows 7 noch bis Januar regelmäßig von Windows mit Updates beliefert, aber das neue Update von Windows 7 lässt die Nutzer etwas sprachlos zurück. Wurde doch die neue Telemetry in den neuen Updates für Windows 7 und Windows 8 hinzugefügt, ohne dass die Nutzer darüber informiert wurden. Während das neue Update als Sicherheitsupdate zwingend notwendig ist, fragen sich viele, ob das neue Telemetry wirklich notwendig war und wie die Daten der Nutzer auf den Computern geschützt werden kann. Immerhin wird es als „kritisch“ eingestuft, sodass es zwingend notwendig ist, unter anderem ersetzt es auch einige alte Updates.

Was ist an Telemetry Files gefährlich?

Während Windows-10-Nutzer sich von Anfang an schon mit der Telemetry herumschlagen mussten, ist es für die Windows-7-Nutzer ein neues Feld. Das Problem mit diesem neuen Update ist, zum einen, dass es Microsoft als klassisches Sicherheitsupdate umhüllt hat, wobei hier eigentlich nur essenzielle Updates laufen sollten. Zum anderen hat es Microsoft nicht kommuniziert, sondern ein paar fleißige User, die sich mit der Materie auseinandersetzten, haben die Telemetry im neuen Windows-7-Update bemerkt.

Telemetry, auf Deutsch „Telemetrie“, auch Fernmessung genannt, bedeutet, dass Microsoft einige private Daten vom Computer abgreifen kann. Und wer Wert auf seine Privatsphäre legt, wird damit natürlich ein Problem haben. Bei Windows 10 ist dies schon gang und gäbe und dort werden zum Beispiel folgende Daten ausgelesen:

  • Informationen zu Apps
  • Basisdaten des Betriebssystems
  • Daten zum Zustand des Geräts oder Dateiabfragen
  • Nutzung von Diensten oder Apps
  • Eigenschaften und Funktionen von Geräten
  • Besuchte Webseiten mit dem Microsoft Edge
  • Fehler sowie Fehlermeldungen

Diese Daten können abgerufen werden, müssen aber nicht – es können auch noch einige mehr sein. Bei Windows 10 ist die Telemetry natürlich integriert, sodass dort noch einige mehr Sachen abgerufen und ausgelesen werden können. Aber für einen Windows-7-User reicht dies natürlich auch schon aus – immerhin geht es auch Microsoft nichts an, was man so alles mit dem Edge aufruft.

Ärgerlich ist das Ganze, weil Telemetry nichts mit einem klassischen Sicherheitsupdate zu tun hat. Dadurch „versteckt“ wird es natürlich von jedem heruntergeladen, auch von den Usern, die sich eben nur noch die Sicherheitsupdates und sonst keine Windows-Updates mehr holen. So hat Microsoft natürlich die Mehrzahl der User mit dem Update abdecken können.

Sogar, wenn das Telemetry-Update noch mehr Daten abgreifen kann, ist fraglich warum Microsoft dies bei Windows 7 tut, ein Betriebssystem, das offiziell im Januar 2020 nicht mehr mit Updates versorgt wird (außer man bezahlt für diesen besonderen Support).

sicherheit - Sicheres Surfen über ungesicherte Netze

Abschalten der Telemetry bei Windows 7

Wer keine Lust auf Telemetry beim Windows 7 Computer hat, kann dies natürlich abstellen. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die alle aber mit Bedacht gewählt werden sollten. Zum einen gibt es Drittanbieter-Programme und -Scripte, die mit diesem Problem umgehen können, zum anderen kann man händisch das Update löschen.

Wer aber schon ein Problem damit hat, dass Microsoft eventuelle Daten und Privatsphäre auskundschaften kann, sollte sich gut überlegen, ob er einen Drittanbieter für Privatsphäre-Entscheidungen entscheiden lassen sollte.

Das Update KB4507456 für Windows 7 kann aber auch einfach händisch gelöscht werden. Nachfolgende Schritte sind mit Bedacht zu wählen und es wird keine Gewähr übernommen. Schlicht und einfach ist der Weg, die automatischen Updates zu deaktivieren, die heruntergeladenen Updates.

Bei Windows 10 sind es vor allem Drittanbieter, die eine effektive Lösung ermöglichen, da haben es die Windows 7 User um einiges leichter. Nichtsdestotrotz ist es ein Sicherheitsupdate, das man von seinem Computer löscht bzw. es nicht installieren will.

Beachten Sie auch, dass es noch weitere Schwachstellen auf Ihrem Computer geben kann wie CVE-2010-4398, CVE-2010-4701, CVE-2013-0008 und CVE-2014-4113. Weitere Informationen hierfür finden Sie auf der Microsoft-Webseite.

3 Tipps, wie Sie Ihre Privatsphäre online schützen können

Nutzen Sie ein Ethernet-Virtual-Private-Netzwerk

Kurz auch EVPN genannt, kann diese Möglichkeit Sie im Internet davor schützen, getrackt zu werden. Das bedeutet, dass Ihre IP-Adresse zum Beispiel versteckt wird, dadurch können Sie mit VPN für PC auf Webseiten zugreifen, die sonst gesperrt wären oder surfen Sie einfach anonym durchs Web. Kurz gesagt: Windows EVPNs können Ihre Internetverbindung verschlüsseln und sicherstellen, dass Ihre Online-Aktivitäten für Ihren Internetanbieter und Netzwerkadministrator nicht sichtbar sind.

Halten Sie Ihre E-Mail-Adresse privat

Die E-Mail-Adresse ist wie Ihre eigene Postanschrift und diese würden Sie auch nicht einfach jedem erzählen und mit jedem teilen. Entsprechend sollten Sie auch Ihre E-Mail-Adresse unter Verschluss halten, denn mit dieser melden Sie sich bei den sozialen Netzwerken an, haben das eine oder andere Shoppingkonto und nutzen Ihr E-Mail-Konto vielleicht für Bankangelegenheiten.

Verwenden Sie komplexe Passwörter

Es ist mindestens einmal im Jahr in den Nachrichten und noch immer verwenden viel zu oft Passwörter wie 123, abcdef oder einfach Passwort. In Sekundenschnelle können Internetkonten geknackt und auf Ihre persönlichen Daten zugegriffen werden. Nehmen Sie lange Passwörter, nutzen Sie die Satz-Methode mit Zahlen: „Ich gehe gerne mit meiner Familie im Juli zusammen ein(s)kaufen und acht(e) darauf“ wäre dann IggmmFi7z1u8d – es sollte natürlich ein Satz sein, den Sie sich leicht merken können, und er muss auch keinen Sinn ergeben.



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Vangelis

Ich bin Vangelis, der Inhaber und Administrator von windowspower.de Ich bin begeisterter Windows-Fan und habe die letzten Jahre zusammen mit meinem Team windowspower.de aufgebaut.Stetig arbeiten wir daran Lösungsvorschläge für alle möglichen Windows-Probleme zu bieten.Ich freue mich sehr, wenn Euch unsere Tipps und Tricks auf windowspower.de helfen.

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