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Die 6 am sträflichsten unterbewerteten Smartphone-Features



Glaubt man dem Branchenverband Bitkom, sind die Deutschen eine ziemliche Smartphone-Nation 54 Millionen Deutsche ab 14 Jahren oder 78 Prozent dieses Personenkreises besitzen einen der smarten Lebenshelfer, der so viel mehr ist, als nur TelefonkurznachrichtenbrowserFacebookmaschine. Natürlich ist klar, dass nicht jeder allen Funktionen, die ein Smartphone mit sich bringt, die gleiche Bedeutung beimisst. Viele vorinstallierte Apps (auch Bloatware genannt) erzeugen sogar vielfach Frust, weil man sie auch dann nicht löschen kann, wenn man sie nie benötigt. Aber in vielen Handys bzw. beliebten Apps stecken manche Funktionen, die einfach sträflich ignoriert werden – obwohl sie bei Licht betrachtet nicht nur genial sind, sondern den meisten Benutzern ziemlich hilfreich sein können. Der folgende Artikel stellt sechs davon vor.

1. Der erweiterbare Speicherplatz

Wenn man nicht gerade ein iPhone besitzen und sich so beim Kauf auf eine bestimmte Menge an Speicherplatz festlegen will, kommt in der Regel jedes Smartphone mit einem Slot für Mikro-SD-Karten.

Die 6 am sträflichsten unterbewerteten Smartphone-Features
Satte 200GB an Micro-SD-Speicherplatz verdauen die meisten Handys klaglos. Die meisten User bleiben indes im zweistelligen Bereich. fotolia.com © Xuejun li

Ja, und die meisten Besitzer stecken auch eine solche Karte hinein, um etwas mehr Platz für Apps und vor allem die immer höher auflösenden Fotos und Videos zu bekommen.

Dennoch wird dieses Feature sträflich unterbewertet, was nur teilweise daran liegt, dass Cloud-Computing immer mehr Boden gutmacht. Vielmehr ist es so, dass viele gar nicht wissen, wie viel SD-Speicherplatz ihr Gerät überhaupt zulässt. Bei aktuellen Samsung-Modellen sind es beispielsweise über 200 Gigabyte! Zudem kann jedes Android-Handy, das mindestens Version 6 des Betriebssystems installiert hat, diesen SD-Speicherplatz durch das Adoptable Storage Feature einfach auf den Gerätespeicher hinzurechnen – das Gerät unterscheidet dann einfach nicht mehr zwischen internem und externem Speicher. Auch mit Hinblick auf die SD-Preise gibt es also keinen Grund, nicht richtig in die Vollen zu gehen.

2.Wasserdichtigkeit

Es ist nicht lange her, da waren alle Smartphone ausnahmslos eines: empfindlich. Wenn sie unter Wasser landeten, dann nur unbeabsichtigt – und hinterher waren sie auch nur noch als teurer Briefbeschwerer gut. Die einzige Alternative waren klobige Geräte vom Schlage der Caterpillar-Handys oder Samsungs XCover-Baureihe. Vor zwei, drei Jahren begannen aber die Hersteller, ihren Oberklassegeräten Wasserdichtigkeit zu spendieren. Den Anfang machte Sony mit dem Xperia Z, andere Unternehmen zogen nach.

Die 6 am sträflichsten unterbewerteten Smartphone-Features
IP-67 ist zwar nichts für echte Ttaucher, aber für typische Strand- und Pool-Situationen vollkommen ausreichend. fotolia.com © THANAGON

Und so kommt es, dass heute die allermeisten Smartphones der Ober- und Mittelklasse nach dem sogenannten IP-67-Standard wasserdicht sind. Das bedeutet: Wasserdicht bis maximal 1 Meter für eine 30 Minuten – und nicht, wie viele User annehmen, nur unter einem Regenschauer. Unter anderem können das die 2017er Modelle von Samsungs Galaxy A3 über HTC U11 bis Galaxy S8 und den neuesten iPhones. Das Galaxy Note 8 ist sogar nach IP-68 zertifiziert und darf somit mindestens 1,50 Meter tief gehen. Ein kurzer Check der BetriebsAnleitung reicht aus, um damit tatsächlich Unterwasser-Aufnahmen zu machen, auch ohne besondere Taucherhülle. Allerdings mit einem Abstrich: Alle IP-Zertifikate gelten nur für Süß-, nicht aber für Salzwasser.

3. VoIP / Internettelefonie

Der Facebook-Messenger beherrscht es schon seit nunmehr drei Jahren. WhatsApp kann es auch und selbst die meisten Haushalte nutzen die großen Vorteile der IP-Telefonie, bei der das Wort in Daten umgewandelt und dann ebenso übers Netz verschickt wird wie Bilder, Schrift und Co.: Keine Kosten, teilweise bessere Sprachqualität als Festnetztelefonie und (vor allem im Bereich eines WLANs) auch keine Belastung des eigentlichen Telefonguthabens, seien es Daten oder Minuten.

Dennoch machen viele den Fehler und nutzen den normalen Weg des Telefonierens, der gerade im Urlaub (außerhalb der EU) horrend hohe Roaminggebühren nach sich zieht oder sie halten sich schlichtweg zurück. Dabei braucht es nur eine entsprechende App (Skype, Facetime, Whatsapp, Facebook-Messenger…) und einen WLAN-Hotspot und man kann nicht nur per Stimme, sondern, falls der Gesprächspartner ebenso ausgerüstet ist, auch per video telefonieren und das wie gesagt völlig kostenlos. Nur bei begrenztem Datenguthaben sollte man besser keine Video-VoIP-Funktionen nutzen, weil diese doch einen enormen Hunger haben und das Konto ruckzuck leersaugen.

 4. Wischen-schreiben

Zugegeben, die virtuellen Tastaturen machen es, besonders wenn sie mit der Rechtschreibkorrektur kombiniert werden, schon ziemlich komfortabel, relativ flott seine Nachrichten zu tippen. Eine weitere Funktion, die sich vor allem dort bewährt, wo man nicht lange aufs Display starren kann, geht jedoch bei den meisten Usern unter: Die Swipe-Funktion, besser bekannt als „wischen statt tippen“.

Das Grundprinzip basiert darauf, dass der schreibende Finger dauernd auf dem Display liegt und man einfach nur von Buchstabe zu Buchstabe wischt. Aus den gemachten Bewegungen errechnet der Prozessor (mittlerweile sogar ziemlich präzise), welche Wörter man schreiben möchte. Das reicht zwar nicht, um ganze

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Bei Android-Geräten ist die Swipe-Funktion bereits standardmäßig mit an Bord. Doch auch die Tastatur-Apps von Drittanbietern bringen sie häufig mit. fotolia.com © Patrick Daxenbichler

Romane zu verfassen, aber für ein kurzes „Bring bitte noch Käse mit“ ist es allemal genug.

5. Induktions-Aufladen

Als Apple kürzlich seine neueste iPhone-Baureihe präsentierte und Tim Cook dabei erwähnte, dass die iPhones der 8er- und X-Serie nun von Hause aus induktiv laden können, ging das Feature in der Neuheiten-Masse ein wenig unter und teilt sich damit diesen Platz mit denen anderer Geräte. Leider, so muss man sagen, denn Induktionsladen ist eigentlich unglaublich gut.

Dauert ewig, bis der Akku voll ist“ kritisieren die einen „dann kann man während dem Aufladen ja das Gerät gar nicht nutzen“ meckern die anderen. Doch alle, die so denken, verkennen eines dabei völlig: Einer der mit Abstand wichtigsten Gründe, warum ein Smartphone in der Werkstatt landet (allerdings hinter demolierten Displays) ist eine durch häufiges Ein- und Ausstecken ausgeleierte Ladebuchse. Ist die kaputt, muss man schlimmstenfalls mehrere Tage aufs Gerät verzichten – weil der Akku schon aufgibt, bevor man es in die nächste Reparaturwerkstatt schafft.

Außerdem laden die allermeisten Smartphone-User ihr Gerät einmal täglich, und zwar über Nacht. Womit die beiden Haupt-Kritikpunkte des induktiven Ladens gleichzeitig vom Tisch gewischt werden. Denn nachts sind die mehreren Stunden Ladezeit ebenso egal wie die Tatsache, dass man nicht laden und spielen gleichzeitig kann.

6. Das Kamera-Gitter

Jedes Android-Handy kann es, auch iPhones haben es drauf – doch viele User finden es entweder nie, weil es sich in den Einstellungsoptionen der Kamera verbirgt oder sie schlicht nicht wissen, wofür es gut sein soll. Die Rede ist von der Gitter- oder Raster-Funktion. Aktiviert man sie, wird beim

Die 6 am sträflichsten unterbewerteten Smartphone-Features
Das Raster hilft, die Drittelregel einzuhalten. Hier gut mit dem Horizont auf der oberen Waagerechten und der Sonne (fast) im Kreuzungspunkt. fotolia.com © Jenny Sturm

Fotografieren ins Display ein Raster eingeblendet, das den Bildschirm in neun gleichgroße Rechtecke einteilt.

Tatsächlich sollte man niemals ohne dieses Gadget fotografieren. Aus dem einfachen Grund, dass es sich dabei um ein Hilfsmittel zur Einhaltung der Drittelregel handelt – ein wichtiger Begriff aus der Fotografie, der dafür sorgt, dass die Bildkomposition sich nach künstlerischen Gestaltungspunkten orientiert.

Ohne das Raster würde man beispielsweise für das Bild eines Sonnenuntergangs über dem Meer wahrscheinlich einfach die Sonne in die Mitte nehmen. Viel besser sieht es jedoch aus, wenn man das Hauptmotiv in einem Foto auf Höhe der Kreuzungspunkte der Rasterlinien „aufhängt“. Dann wirkt das Bild nicht nur harmonischer, sondern auch wesentlich professioneller – und das, ohne dass man zusätzliche Foto-Apps herunterladen müsste.

Fazit

Es ist klar, dass nicht jede Funktion, die in einem vielleicht für Millionen Menschen gebauten Smartphone integriert ist, für jeden einen Sinn macht. Doch ebenso klar ist es, dass ein so hochkomplexes Gerät Jahr für Jahr mehr Dinge mitbringt, die tatsächlich richtig nützlich sind und leider nur ignoriert werden. Bevor man also kopflos abschaltet oder gar löscht, sollte man erst einmal hinter das Feature blicken – denn oft genug ist es ein echtes Helferlein, das, sofern man es nutzt, das Smartphone noch ein wenig smarter macht.

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Vangelis

Ich bin Vangelis, der Inhaber und Administrator von windowspower.de
Ich bin begeisterter Windows-Fan und habe die letzten Jahre zusammen mit meinem Team windowspower.de aufgebaut.

Stetig arbeiten wir daran Lösungsvorschläge für alle möglichen Windows-Probleme zu bieten.

Ich freue mich sehr, wenn Euch unsere Tipps und Tricks auf windowspower.de helfen.

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