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Künstliche Intelligenz – Bedrohung oder Fortschritt?



Künstliche Intelligenz ist in aller Munde. Mit der Entwicklung der Computertechnologie geht der Versuch einher Maschinen das Denken beizubringen. Experten sprechen hier von Machine Learning bzw. Deep Machine Learning. In Filmen wie Matrix und in Serien wie Westworld und Black Mirror sind intelligente Maschinen den Menschen ebenbürtig oder sogar überlegen. Die Realität ist weder so bedrohlich noch so spektakulär wie es die Popkultur vermuten lässt, doch viele Entwicklungen haben enormes Potenzial.

Künstliche Intelligenz in der Computersicherheit

Im Herbst 2017 berichteten die Entwickler von Microsoft von ihrer neuen Strategie zukünftig mit Künstlicher Intelligenz gegen Malware vorzugehen. Dabei soll neue Software, die den PC erreicht, von einem hochintelligenten Programm durchsucht werden. Falls bei diesem Vorgang Malware, also schädliche Software, entdeckt wird, soll der Angreifer in eine Cloud übertragen werden, eine Art Softwarequarantäne. Schließlich wird die Malware mit einer Signatur versehen, so kann sie von anderen Computern identifiziert und abgewehrt werden. Momentan steht diese Art von Schutz nur für Unternehmen bereit, wird aber möglicherweise in Zukunft auch auf Privatpersonen ausgeweitet. Ausführliche Informationen was Malware ist und wie man sich davor schützt, finden Sie hier.

Schachcomputer werden immer besser

Eine präzise wissenschaftliche Definition von Künstlicher Intelligenz gibt es bisher nicht, manche Positionen lehnen sogar den Begriff Intelligenz dafür ab. Grundsätzlich wird unter dem Begriff jedoch alles zusammengefasst, bei dem Computer so gebaut bzw. programmiert werden, dass sie menschenähnliche Intelligenz nachbilden, also eigenständig Probleme bearbeiten können.

Schachcomputer

Die Forschung auf dem Gebiet ist noch sehr jung, die Entwicklungen jedoch rasant, wie in der gesamten Computertechnologie. Als 1994 der Schachgroßmeister Kasparow gegen den IBM-Schachcomputer “Chess Genius 3” eine Schachpartie verlor, waren die Fachwelt und er gleichermaßen schockiert. Während Chess Genius 3 über Jahre von den Entwicklern für diesen Moment trainiert und mit Daten gespeist wurde, ist man 21 Jahre später ein gutes Stück weiter. Gerade einmal drei Tage benötigte die Künstliche Intelligenz “Giraffe” um besser Schach zu spielen als ein Profi.

Intelligente App unterstützt das Sehen

Schachcomputer und der Kampf gegen schädliche Software sind nur zwei von vielen Gebieten, in denen Künstliche Intelligenz eingesetzt wird. Fast in jedem Bereich wird heutzutage den Maschinen das Denken beigebracht. Die Algorithmen von Suchmaschinen arbeiten damit genauso wie selbstfahrende Autos, die Gefahrensituationen erkennen und darauf reagieren können. Auch im sozialen Bereich spielen die Entwicklungen eine Rolle. Sehbehinderte können mit ihren Smartphones und Tablets die App “Seeing AI” benutzen, die mit Hilfe der Kamera Objekte erfasst und in Audioform beschreibt. Mit “Emma Watch” wurde ein Gerät entwickelt, dass das Zittern von Parkinson-Patienten von normalen Handbewegungen unterscheiden und somit automatisch ausgleichen kann.

Erklärbare Phänomene

In Zukunft wird Künstliche Intelligenz in immer mehr Bereiche des Lebens Einzug halten – von der Medizin bis zu Smart Home Systemen werden allerlei Computer sich ihrer bedienen. Mit den dystopischen Zukunftsvisionen, die in vielen Serien propagiert werden, hat die Realität jedoch sehr wenig zu tun.

Kleine Aufreger und Skandale lassen sich dabei meistens recht einfach erklären. Als Microsoft im März 2016 einen Chatbot namens “Tay” auf Twitter agieren ließ, der per Kommunikation mit anderen Twitterusern lernen sollte, wie junge Menschen reden, wurde das Projekt nach nur wenigen Stunden abgebrochen. Der Chatbot hatte auf einmal rassistische Beleidigungen und wilde Verschwörungstheorien ausgespuckt. Die aufkommenden Spekulationen, dass die Maschine sich zu etwas Bösem entwickelt hatte, sind dabei leicht abzuweisen. Der Twitterbot hatte lediglich wiedergegeben, was er von seinen Gesprächspartnern auf Twitter gelernt hatte. Einige Leute hatten sich einen Spaß daraus gemacht, ihn mit falschen Informationen zu füttern.

Dass Computer einmal wirklich eigenständig denken und so etwas wie Gefühle entwickeln, halten Experten momentan für nicht erreichbar. Wer sich trotzdem unsicher ist, kann einfach den Stecker ziehen oder den Powerbutton betätigen.

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Vangelis

Ich bin Vangelis, der Inhaber und Administrator von windowspower.de Ich bin begeisterter Windows-Fan und habe die letzten Jahre zusammen mit meinem Team windowspower.de aufgebaut.Stetig arbeiten wir daran Lösungsvorschläge für alle möglichen Windows-Probleme zu bieten.Ich freue mich sehr, wenn Euch unsere Tipps und Tricks auf windowspower.de helfen.

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