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Kostenlose Sim-Karten. Gibt’s das wirklich?



Und ob! Auch wenn Verbraucherschützer davor warnen, kostenlose Angebote detailliert zu überprüfen, da sie anmuten wie ein Lockangebot, so gibt es beispielsweise beim Anbieter Lebara mobile das Starter Paket für null Euro. Dieser Prepaid Mobilfunk-Tarif gilt für Internet und Telefonie. Der Anbieter aus Großbritannien offeriert damit ein Starter-Paket, das eine Mindestlaufzeit von vier Wochen hat. Die Kündigungsfrist beträgt einen Tag zum Ende der Laufzeit. Die gewählten zusätzlichen und kostenpflichtigen Tarifoptionen gelten vier Wochen ab der jeweiligen Aktivierung und werden – falls das Guthaben ausreicht – um vier weitere Wochen automatisch verlängert. Warum die kostenlose Sim-Karte durchaus ihre Berechtigung hat, zeigt dieser Ratgeber.

Das Smartphone zum Fotografieren fotografieren
Wer das Smartphone zum Fotografieren und Filmen nutzt, braucht weder Vertrag noch Karte. Diese Funktion erfüllt das Gerät von alleine.

Ein Smartphone ohne Sim-Karte ist nicht nutzlos

Wer sein Smartphone als Foto- und videokamera nutzen möchte, der braucht keine Sim-Karte. Auch als Speicherort für Fotos, als digitale Bildergalerie und als moderne Form des Musikspeichers kann ein Smartphone ohne Sim-Karte dienen. Selbst ein Zugang zum Internet ist möglich (inklusive Internet-Surfen und Messenger-Diensten wie WhatsApp), wenn das Smartphone über eine kabellose WLAN-Verbindung erfolgt. Auch praktische Features wie einen Taschenrechner sind nutzbar.

Was nicht funktioniert, sind diese Dienste:

  • SMS versenden und empfangen
  • Telefonieren und erreichbar sein
  • mobiles Internet nutzen

Je nach Gerät gibt es eine ganze Reihe an Features, die kaum beachtet werden, obgleich sie doch  dem Verbraucher mächtig viel Spaß bereiten und Service bieten.

Die Sim-Karte macht den Smartphone-User im Netz sichtbar

An dieser Stelle zeigt sich auch, warum eine kostenlose Sim-Karte für manchen Nutzer eine sinnvolle Investition sein kann, denn allein durch eine Sim-Karte wird die Erreichbarkeit über den Netzbetreiber möglich. Diese Eigenschaften zeichnen eine bloße Sim-Karte aus – ohne, dass darauf ein Guthaben zu verzeichnen ist:

iphone

  • Die Karte dient der Authentifizierung eines bestimmten Nutzers im mobilen Netz. Das heißt, dass ein Smartphone-Besitzer erst über die Sim-Karte im Netz sichtbar wird.
  • Auf dem Speicherchip der Sim-Karte ist Platz für Nummern, Nachrichten und sogar Notizen. Sprich: Dieser dient den individuellen Inhalten des Nutzers als Speicherort.
  • Auch die Pin-Nummer ist dort vermerkt. Wer die Pin-Nummer dreimal falsch eingibt, braucht den Puk, um das Telefon wieder zu entsperren.
  • Die Pin-Nummer im Smartphone sichert die Erreichbarkeit via SMS und Telefon. Nur wer ein Guthaben auf der Sim-Karte hat oder einen festen Vertrag bezahlt, kann auch aktiv werden – SMS verschicken, anrufen und mobil surfen.

Im Jahr 1998 gab es 13,8 Millionen Sim-Karten

Und obgleich diese Zahl bereits mächtig hoch erscheint, sind die aktuellen Zahlen noch einmal deutlich höher, wie diese Statistik zeigt. 128,1 Millionen Sim-Karten waren im Jahr 2016 in Verwendung. Lange Zeit war das Kräfteverhältnis der Anbieter ähnlich: Auf Telekom und Vodafone fielen annähernd gleich viele Prozente. Telefonica O2 und E-Plus bildeten die dritt- und viertgrößte Größe. Seit dem Jahr 2014 agieren die letzten beiden Anbieter in Personalunion und setzen sich so auf Rang 1. Doch der Vorsprung schwindet und im Jahr 2016 herrschte nahezu Gleichstand bei der Verteilung. Ebenfalls spannend ist die Waagschale, die sich in Europa mit Blick auf Vertrags- und Prepaid-Tarife zeigt. 50:50 stand es im Jahr 2012 in Europa. Doch dieses Bild zeigt sich nicht überall auf der Welt in diesem Maße, wie die folgende Tabelle zeigt:

 PrepaidVertrag
Nordamerika25 Prozent75 Prozent
Naher Osten78 Prozent22 Prozent
Lateinamerika80 Prozent20 Prozent
Asien / Pazifik82 Prozent18 Prozent
GUS87 Prozent13 Prozent
Afrika96 Prozent4 Prozent

 

So verhält sich die Verbraucherzentrale mit Blick auf die kostenlose Sim-Karte

Laut Verbraucherzentrale darf weder für die Zusendung der Rechnung ein Entgelt erhoben werden, noch ein Pfand für die Karte selbst. Zum Sim-Karten-Pfand wird seitens der Verbraucherzentrale ein Fall geschildert, bei der Kunden ein Kartenpfand in Höhe von 29,65 Euro in Rechnung gestellt wurde. Zurückbekommen sollten sie es nur, wenn die Karte nach Ablauf des Vertrags ‚in einwandfreiem Zustand‘ zurückgesendet wird.

smartphone
Ein Pfand in Höhe von knapp 30 Euro für eine Sim-Karte zu erheben, die anschließend recycelt wird, ist laut Verbraucherzentrale ein No-Go

Dazu gibt es diese Reaktion seitens der Verbraucherzentrale: „Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte in einer Aktion gegen mehrere Anbieter kritisiert, den Unternehmen entstünde nicht der geringste Schaden, wenn der Kunde die Karte nicht oder beschädigt zurückgebe. Diese Unternehmen ließen die eingesammelten Karten ohnehin vernichten. Zwar hat der BGH Sicherheiten in Form eines Pfandes nicht grundsätzlich für unzulässig erklärt, im konkreten Fall fand er den Betrag von 29,65 Euro jedoch unangemessen hoch. Nach Auffassung der obersten Richter muss sich die Pfandhöhe am Wert einer SIM-Karte zum Vertragsende bemessen. Konkret geht es um den Recycling-Wert einer gebrauchten, deaktivierten und mindestens zwei Jahre alten SIM-Karte.“

Vangelis

Ich bin Vangelis, der Inhaber und Administrator von windowspower.de Ich bin begeisterter Windows-Fan und habe die letzten Jahre zusammen mit meinem Team windowspower.de aufgebaut.Stetig arbeiten wir daran Lösungsvorschläge für alle möglichen Windows-Probleme zu bieten.Ich freue mich sehr, wenn Euch unsere Tipps und Tricks auf windowspower.de helfen.

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