Internet

Ist die eigene Profilierung im Internet notwendig?




Es ist noch gar nicht so lange her, da gehörte es für Nutzer des Internets quasi zum guten Ton eine eigene Webseite zu besitzen. Fast jeder der mehr oder weniger im Internet unterwegs war, hatte zumindest eine Seite auf der er der Welt zum Teil seine persönlichen, Vorlieben und Lebensziele mitgeteilt hat. Natürlich waren diese Webseiten nicht besonders aufwendig gestaltet und ähnelten oft in verdächtiger Weise einem Lebenslauf. Unternehmen die sich dabei um das Webhosting kümmerten, brauchten somit nur geringe Serverkapazitäten zur Verfügung stellen.

Aktuell ist es allerdings eher so, dass die einfachen Internetseiten von Privatpersonen mehr und mehr im Internet verschwinden. Dafür entstehen immer neue Webseiten von Unternehmen und Freiberuflern die eine solche Internetpräsenz natürlich vorrangig als Aushängeschild und virtuelle Visitenkarte nutzen. Diese sind dann natürlich auch entsprechend umfangreich haben jede Menge Unterseiten und bieten eine Fülle an zusätzlichen Informationen zu spezifischen Themen und Bereichen. Von privater Seite werden die klassischen Webseiten kaum noch genutzt. Höchstens vielleicht einmal, wenn man als Privatperson sein neues Hobby ausführlicher darstellen möchte

Neue Alternativen zu klassischen Webseiten

Wer nun aber glaubt das sich der normale Verbraucher im Internet weniger präsentiert wie früher liegt gründlich daneben. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Durch Plattformen wie Facebook, Twitter und linkedIn erstellen Internetnutzer weit öfter eine persönliche Webseite und geben dabei natürlich auch vielfach relevante Informationen von sich Preis. Bei all diesen Webseiten handelt es sich mehr oder weniger um Kommunikationsplattformen aus dem sogenannten Social-Media-Bereich. Nutzer können hier Daten, Termine und Informationen austauschen, über Neuigkeiten informieren und Bilder aus dem privaten oder beruflichen Umfeld veröffentlichen. Dabei bleibt Ihnen selbst überlassen wem bzw. welcher Gruppe man die jeweiligen Informationen und Bilder zur Verfügung stellt oder ob man sie ganz allgemein veröffentlicht. Egal ob Twitter, Facebook oder auch Handelsplattformen wie Amazon oder Ebay – für sie alle gilt wer hier aktiv werden will muss eigene Daten und unter Umständen auch ein eigenes Profil erstellen. So konnte man vor wenigen Jahren sogar bei Ebay seine jeweiligen Interessen bekanntgeben um dann besser Kaufinteressenten oder auch Anbieter für bestimmte Produkte finden zu können.

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Der Staat schreitet ein – mit geringem Erfolg

In nicht wenigen Staaten wurden Stimmen laut die sich darüber beklagten, das durch diese Unternehmen Unmengen an persönlichen Daten gesammelt wurden. Die Regierungen verschiedener Länder reagierten und erschufen eine Vielzahl an neuen Gesetzen und Regelungen, die den Missbrauch von Daten verhindern und dem Internetnutzer besseren Schutz bieten soll. So wurde in Deutschland z.B. vor kurzem die Datenschutzgesetzverordnung (DSGVO) eingeführt. Der Erfolg ist allerdings realistisch gesehen eher mäßig. Zwar müssen die Nutzer jetzt dem Verwendungszweck der Daten zustimmen aber zum einen ist die jeweilige Belehrung oft so umfangreich das die meisten sie sowieso nicht lesen und zum anderen ändert es nicht an der Tatsache das man, will man dem jeweiligen Netzwerk beitreten, trotzdem noch seine Daten zur Verfügung stellen muss. Um dann auf der jeweiligen Plattform überhaupt wahr genommen zu werden ist es fast schon unerlässlich weitere persönliche Daten öffentlich preiszugeben. Die Folge ist das man trotz DSGVO mittlerweile eine unglaubliche Menge an Informationen zu einzelnen Personen erhalten kann.

Kontaktwunsch als Hauptantrieb

Fakt ist das die genannten Plattformen mittlerweile etliche Millionen Nutzer haben und somit eine perfekte Kommunikationsgrundlage bieten. Für Nutzer des Internets ist es somit fast selbstverständlich das sie sich früher oder später auf den Plattformen registrieren müssen, um private Kontakte zu pflegen. Das dabei in Gruppen und in der Öffentlichkeit vielfach private Daten herausgegeben werden wird dabei dann zwangsläufig in Kauf genommen.



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Vangelis

Ich bin Vangelis, der Inhaber und Administrator von windowspower.de Ich bin begeisterter Windows-Fan und habe die letzten Jahre zusammen mit meinem Team windowspower.de aufgebaut. Stetig arbeiten wir daran Lösungsvorschläge für alle möglichen Windows-Probleme zu bieten. Ich freue mich sehr, wenn Euch unsere Tipps und Tricks auf windowspower.de helfen.

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