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Gibt es das perfekte Gaming Notebook?

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Für Gamer ist es eine schwierige Frage, oft sogar eine, die verschiedene Glaubensrichtungen spaltet: Gibt es wirklich gutes Gaming für unterwegs? Immer noch stehen Gaming Notebooks unter vielen Hardcore Gamern unter Verruf, denn sie würden sich ja doch eher den Casual Playern empfehlen.

Dabei ließe sich doch in einem Gaming Notebook auch unterwegs spielen – was sind also die Vorteile und was die Nachteile am Gaming in der Tasche?

Kühlung oder Leistung?

Notebooks haben im Vergleich zum heimischen Tower ein entscheidendes Problem: Ihre Kühlung. Jedes Notebook ficht den selben Kampf zwischen Leistung und Kühlung, denn aufwendige Wasserkühlungen oder auch einfach nur ein Luftpolster wie etwa im Gehäuse des heimischen Stand-PCs können Notebooks sich einfach aus Platzgründen nicht erlauben, da der Platz fehlt. Zudem kämpft jedes ausgewiesene Gaming Notebook mit einem weiteren Platzproblem – während größere Laptops nicht nur bessere Displays und mehr Technik und Kühlelemente bieten, fällt bei ihnen der eigentlich Kernbvorteil vom Notebook, nämlich die Mobilität unter den Tisch.

Größe und Grafik

Gamer, die auch auf Reisen oder unterwegs zocken wollen, müssen bereits beim Notebookkauf abwägen: Ideal sind Geräte zwischen 15 und 17 Zoll, diese sind nach wie vor transportabel und bieten Platz für (zumeist) Radeon Grafikkarten. Ein Gaming Notebook sollte dabei schon über 2GB dedizierten Grafikspeicher verfügen, idealerweise auch tatsächlich in einer mobil verbauten Grafikkarte statt in einem Grafikchip – das hebt die Performance bei Spielen noch einmal um einiges an. Diese Grafikkarte geht dann allerdings oft zugunsten der Akkulaufzeit. Notebooks mit einem internen Intel HD-Grafikchip stoßen bei 3D-Spielen sehr schnell an ihre Grenzen, doch auch mit eingebauter Grafikkarte müssen Spieler oft Abstriche machen und die Detailrate ein wenig herunterfahren, zugunsten einer besseren Framerate für unterwegs.
Ist es zuhause, problemlos möglich, auch eine Grafikkarte auf Höchstleistung zu kühlen, so können sich Grafikkarten und -chips in einem Laptopgehäuse schnell heiß laufen und den Lüfter auf seine Leistung prüfen. Insbesondere wer meint, er könne den Laptop bei „Crysis 3“ auf hohen Einstellungen auch tatsächlich auf seinem Schoß behalten, wird schnell eines Besseren belehrt. Eine gerade Abstellfläche auf dem Schreibtisch oder noch besser ein kleines Luftpolster unter dem Notebook erlauben eine bessere Kühlung als die eigenen Schenkel.

Takt und Festplattenspeicher

Bei den Prozessoren sollte ein Intel i7 mit Ivy Bridge Technologie für Gamer zur Standardausstattung gehören, um auch neuere Games problemlos spielen zu können. Die Intel-Chips sind im Vergleich zu AMD-Chips mit gleichen Taktraten einfach flinker. Apropos Taktraten: Lässt sich der Prozessor zuhause leicht etwas hochtakten, so ist im Gaming Notebook eher davon abzuraten. Der Grund ist wieder einmal die Kühlung. Denn ein übertakteter Prozessor produziert mehr Hitze, im heimischen PC kann jeder selbst abwägen, ob er über die nötige Kühlung verfügt, um diese Hitze auch abzutransportieren. Da Kühlelemente sich im Notebook eher schwierig aufrüsten lassen und die flachen Silhouetten ohnehin wenig Platz zum Hitzetransport bieten, sollte man den Prozessor nicht ohne Not an seine Belastungsgrenze takten.
Auch der Arbeitsspeicher sollte bei mindestens (!) 4 GB liegen, besser bei 8GB DDR3 RAM.
Wer bei großen Spielen einen echten Geschwindigkeitsboost erleben will, der sollte auch über eine eingebaute SSD nachdenken, da die Solid State Drives deutlich schneller (und kühler) sind als ihre mechanischen Counterparts. Das bringt bei großen und aufwendigen Programmen wie Photoshop oder After Effects Vorteile, aber auch Spiele laden so deutlich schneller. Allerdings sind SSDs ebenso deutlich teurer als mechanische Festplatten und verfügen über weniger Platz. Das ist besonders unterwegs schade, da Gamer mit ihrer Steam-Sammlung alleine schon einmal in Speicherplatznöte geraten könnten.

Sehen und Anfassen

Bildschirm und Eingabe gehören zu den weiteren Schwachpunkten der Notebooks. Sicher lässt sich zuhause auch ein zweiter 27″-Bildschirm an das Notebook anschließen, doch für unterwegs muss man mit 15 bis 17 Zoll auskommen. Das ist für die meisten Gamer in puncto Auflösung bereits ein entscheidender Rückschritt, alleine die Größe kann schon zu Problemen in der Übersicht führen, durch den dichteren Abstand zum Screen relativiert sich dies jedoch meist. Ein größeres Problem ist da schon die Eingabe. Die Tastatur ist auf den meisten Notebooks nicht für Spiele gemacht, die Tasten oft etwas kleiner und Extras wie Beleuchtung gibt es längst nicht in jedem Gaming Notebook, der wahre Schwachpunkt ist allerdings das Touchpad. Als wären Touchpads nicht bereits per se schlechter für Games geeignet, so sind viele der Oberflächen auch noch äußerst träge. Auch auf Reisen kommen Gamer also nicht um eine Maus herum.

15 Zoll großes Loch in der Tasche?

Abschließend bleibt noch der Preis. Denn Notebooks, daran hat sich seit den ersten grauen 386ern nichts geändert, sind nun einmal teurer als Standrechner, insbesondere wenn es um die Leistung der mobilen Computer geht. Erhält man vergleichbare Grafikkarten für den Heim-PC bereits für wenige hundert Euro, so schlägt sich die mobil verbaute Technik sich teils heftig im Preis nieder. Es gibt allerdings auch günstigere Geräte zum Einstiegsspreis, die sich für die meisten Spieler eignen, redcoon bietet hier einige Geräte an. Besonders bei aufwendigen Spielen mit High-End Grafik oder gar für eSports Training (wo jeder Frame zählt) reichen Einstiegsmodelle nicht mehr aus.

Notebook und/oder Gaming?

Notebooks und Gaming sind ein Bereich der Kompromisse. Es gibt ganz großartige Gaming Notebooks, die ihren Preis haben. Und selbst dort muss man im Vergleich zum Spielen am Gaming-PC einige Abstriche machen. Für einen zumeist höheren Preis investiert man in weniger Technik.
Dafür bieten Notebooks auch einen entscheidenden Vorteil: Sie lassen sich transportieren. Ob unterwegs oder bei Freunden, ein Gaming Notebook macht das Spielen mobil und ortsunabhängig. Besonders wer viel reist und trotzdem gerne spielt, kommt um ein Notebook nicht herum. Zumal man in vielen Jobs oder im Studium ohnehin auf ein Notebook angewiesen ist, warum also das Schöne nicht mit dem Nützlichen verbinden?
Gamer, die partout auch unterwegs zocken möchten oder auch Freunde von Indie-Spielen sollten also durchaus erwägen, ihr Geld als nächstes in ein Gaming Notebook zu investieren. Das bietet zwar einige Nachteile im Vergleich zum Tower, aber ist dafür immer dabei.

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Über den Autor Vangelis

Ich bin Vangelis, der Inhaber und Administrator von windowspower.de Ich bin begeisterter Windows-Fan und habe die letzten Jahre zusammen mit meinem Team windowspower.de aufgebaut.Stetig arbeiten wir daran Lösungsvorschläge für alle möglichen Windows-Probleme zu bieten.Ich freue mich sehr, wenn Euch unsere Tipps und Tricks auf windowspower.de helfen.

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