Meine Erfahrung mit Dexcom G6

Vangelis

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Vor ca. 10 Jahren wurde bei mir Diabetes Typ 2 festgestellt. Am Anfang war das ein Schock für mich, weil bei mir ein Zuckerwert von „500“ festgestellt wurde. Bei mir hat sich das bemerkbar gemacht, weil ich sehr viel Durst hatte. Ich habe literweise Wasser getrunken und hatte trotzdem das Gefühl ich verdurste. Dabei habe ich in kurzer Zeit sehr stark abgenommen.


Bei der Untersuchung wurde dann bei mir Diabetes Typ 2 festgestellt. Ich stand da und wusste nicht mehr weiter. Tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf und ich hatte so viele Fragen.

Weil ich immer ein guter Esser war, ist mir die Umstellung sehr schwergefallen. Ich muss zugeben, dass ich die Diabeteserkrankung nicht sofort angenommen habe. Ich wollte es nicht wahrhaben, was mit mir los war.


Zum Glück bekam ich eine Ernährungsschulung und Unterricht, um zu verstehen, was Diabetes eigentlich bedeutet.

Vorher hatte ich gedacht, dass Diabetiker keine Süßigkeiten essen dürfen. Aber nicht nur Zucker erhöht den Zuckerspiegel.
Heute weiß ich mehr und ich kann alles essen, worauf ich Lust habe, aber mit Vorsicht.

Klar kann man alles Essen und alles mit Insulin weg Spritzen, aber das ist nicht der richtige Weg.
Den Fehler habe ich auch selbst gemacht.
Mittlerweile weiß ich, wie wichtig eine richtige Ernährung ist und natürlich auch die Bewegung.

Vor ca. 12 Monaten habe ich mein Dexcom G6 bekommen.

Nach einem Jahr möchte ich Euch hier meine Erfahrung schildern.

dexcom-g6.jpg

Mein Diabetologe hat mit drei verschiedenen Systemen vorgestellt. Am Anfang hatte ich mich für den FreeStyle Libre entschieden. Leider oder zum Glück wurden die Kosten von meiner Krankenkasse nicht übernommen.

Denn so bin ich auf das Dexcom G6 gekommen, welches auch seitens der Krankenkasse genehmigt wurde. Nach einer Woche habe ich das Packet erhalten.


Der Diabetologe hat mir gezeigt, wie das Ganze funktioniert. Im Anschluss habe ich noch drei Schulungen absolviert. Das was die Richtlinie von der Krankenkassen.

Ich habe die App von Dexcom auf mein iPhone heruntergeladen und mich registriert.

In der Arztpraxis wurde mir gezeigt, wie ich den Sensor einsetzen muss. Mithilfe der „Pistole“ wird eine kleine und feine Nadel? In den Bauchbereich geschossen (völlig schmerzfrei). Danach wird der Transmitter eingesetzt.

Durch die Dexcom-App wird das Ganze gekoppelt.

Ich war am Anfang neugierig, ob der Dexcom G6 die richtigen Werte anzeigt.
Ich habe festgestellt, sie stimmen!

2.JPG
Mir wurde gesagt, und das habe ich mit der Zeit auch gemerkt, dass der Dexcom G6 hinterher zwischen 5 und 10 Minuten von den Werten meines Blutmessgerätes abweicht.


Alle 5 Minuten erhalte ich die neusten Werte. Was mir auch sehr gut gefällt, ist der zukünftige Verlauf des Blutzuckers. Durch den angezeigten Pfeil kann ich erkennen, wie sich der Zuckerwert zukünftig verhält.

Ich möchte dem Support von Dexcom an dieser Stelle ein Lob aussprechen. Die haben mir immer sehr kompetent geholfen.
Am Anfang habe ich zwei Sensoren „verloren“, diese wurden mir anstandslos ersetzt.


Die Erreichbarkeit und die Lieferung meines 3-monatigen Vorrats waren, trotzt Corona immer sehr gut und pünktlich.


Clarity

Mit der Clarity Software auf meinem iPhone habe ich alles in den Griff bekommen. Ich kann die letzten 90 Tage meiner Werte aufrufen. Sehr interessant ist dabei der durchschnittliche „Zielbereich“.

Was mir am meisten an der Clarity Software gefällt, ist der geschätzte HbA1c-Wert. Bei mir hat dieser mit den Blutwerten meines Arztes übereingestimmt.

Fazit

Ich möchte auf mein Dexcom G6 nicht mehr verzichten. Es gibt mir große Sicherheit.



Pro

o Ständig aktuelle Werte

o Gefühl der Sicherheit

o Einfaches Einsetzen des Sensors und Transmitters

o Kein Fingerstechen



Contra

o Der Sensor ist etwas klumpig.

o Das Pflaster hält besonders im Sommer schlechter.

o 2 Stunden Aufwärmphase, diese könnte kürzer sein.



Ich danke Dexcom, dass sie so etwas technisch Fortschrittliches erfunden haben, um uns Diabetikern das Leben zu erleichtern.
 
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