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Die teuren Mini-Computer der 1970er

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Wir nutzen ihn zum Zocken, Arbeiten, Shoppen und fürs Online-Banking – der heimische PC hat unser Leben verändert. Der kommerzielle Boom um den Personal Computer mit Monitor begann in den 1970er-Jahren. Damals galten die Geräte noch als moderne technische Wunderwerke – und die hatten ihren Preis. Während wir heute praktische Alleskönner schon für 1.000 Euro bekommen, kosteten die Top-Geräte damals mehr als 20.000 Dollar. Und inzwischen sind die 70er-Jahre-PCs aufgrund ihrer Seltenheit ebenfalls wieder horrende Summen wert.

Schon damals extrem teuer

In den 1970er-Jahren gab es einen regelrechten Hype um „Persönliche Computer“. Technisch war es endlich möglich, die Geräte, die vormals einen ganzen Raum ausfüllten oder zumindest die Ausmaße eines Schrankes hatten, in Koffergröße zu bauen. Grund dafür war die rasante Entwicklung der Chipstrukturen, die es erlaubten, immer kleinere Chips herzustellen.

IBM warb damals mit dem kleinsten Computer seiner Zeit. Der IBM Portable Computer passte in einen Koffer, wog aber 27 Kg. Integriert waren ein 5-Zoll CRT-Bildschirm und ein Kassettenlaufwerk für 204 KB Daten. Allein die 64-KB-RAM-Variante kostete damals 19.975 Dollar. Heute entspräche das 88.000 Dollar. Der IBM PC zählt damit zu den teuersten PCs der Geschichte. Womöglich war es der Preis, der den Computerverkauf der 5100er-Serie zu einem Flop werden ließ. Erfolgreicher verlief es 6 Jahre später, als IBM das verbesserte Modell 5150 auf den Markt brachte. Die Besonderheit: Microsoft arbeitete mit IBM zusammen und so kam der 5150 mit DOS-System heraus. Das war nicht nur ein erfolgreicher Verkaufsmoment für IBM – das zuvor privat betriebene Microsoft wurde außerdem zur Microsoft Inc und verkaufte seine DOS-Varianten innerhalb von 16 Monaten an 50 verschiedene Unternehmen. Allein durch den IBM-PC stieg der Umsatz auf 16 Millionen Dollar.

Ein weiteres Luxusmodell der 1970er war das Cromenco System Three. Cromenco wurde von zwei Studenten in Kalifornien gegründet, die 1979 das System Three auf den Mark brachten. Integriert waren 512 KB RAM und eine 5 MB große Festplatte – für damalige Verhältnisse eine Top-Ausstattung. Die Rechner waren mit Fortran IV oder Z80 Basic programmiert. Und der Preis? Der lag bei 12.495 Dollar, was heute um die 36.000 Dollar wären.

Auch heute nur für Wohlhabende

Alte PCs aus den 70er-Jahren sind heutzutage bei Auktionen horrende Summen wert und gehen für über 100.000 Euro über den Ladentisch. Wer nicht gerade auf Tipp24.com spielt und die Million abräumt, kann von solch einem Raritäten-PC nur träumen. Dabei sind längst nicht nur die damals raren Modelle, die in geringen Stückzahlen verkauft wurden, heute Unsummen wert. Auch Massenprodukte, die man in den 1970er-Jahren noch zum bezahlbaren Preis bezogen hat, können heute sehr viel Geld einbringen.

Der Altair 8800 beispielsweise war damals als erster Personal Computer im Selbstbausatz – jedoch ohne Monitor und Tastatur – auf dem Markt. Er erhielt von keinem Geringeren als Bill Gates die Programmiersprache BASIC, mit der die Geschichte von DOS begann. Der Altair 8800 war mit einem Preis von 400 Dollar recht erschwinglich. Wirklich ausgereift war die Technik jedoch nicht, weshalb er eher für Tüfteleien als für den Alltag gebraucht wurde. Je nach Erhaltungszustand werden die Geräte in Auktionshäusern heute für vierstellige Summen gekauft.

Auch der Apple I, der in den 70ern für knapp 10 Monate verkauft wurde, war mit rund 700 Dollar damals für Privatpersonen bezahlbar. Heute zahlen Sammler jedoch ein stattliches Vermögen für ihn. In einem Londoner Auktionshaus zahlte jemand beispielsweise für einen gut erhaltenen Apple I umgerechnet rund 157.000 Euro.

Bildrechte: Flickr IBM Portable Personal Computer Marcin Wichary CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
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Über den Autor Vangelis

Ich bin Vangelis, der Inhaber und Administrator von windowspower.de Ich bin begeisterter Windows-Fan und habe die letzten Jahre zusammen mit meinem Team windowspower.de aufgebaut.Stetig arbeiten wir daran Lösungsvorschläge für alle möglichen Windows-Probleme zu bieten.Ich freue mich sehr, wenn Euch unsere Tipps und Tricks auf windowspower.de helfen.

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