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Die Ausbildung im technischen Bereich

Ausbildungsberufe genießen einen hervorragenden Ruf. Im Gegensatz zu den meisten Studiengängen sind sie praxisorientiert und Auszubildenden gelingt der Berufseinstieg wesentlich leichter. Wer an Ausbildungsberufe denkt und dabei ausschließlich handwerkliche Tätigkeiten vor Augen hat, der täuscht sich in großem Maße.

Der Fachinformatiker ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wozu heutige Ausbildungen fähig sind. In nur drei Jahren wird man zu einem vielseitigen Spezialisten in seinem Fach, umworben von verschiedensten Unternehmen. Der Fachinformatiker lernt aufgrund des schnellen Fortschreitens der Technik niemals aus. Das bedeutet zum einen, dass das eigene Wissen ständig aufgefrischt werden muss, zum anderen, dass die Arbeit niemals ausgeht. Mit fortschreitender Technisierung und Digitalisierung besteht sogar ein Mangel an gut ausgebildeten und technisch versierten Fachinformatikern.

Wer also selbst an der Schwelle zwischen der Schule und einem Studium oder eine Ausbildung steht, der sollte sich sehr wohl die Frage stellen, ob der Tätigkeitsbereich des Fachinformatikers das Richtige sein könnte. Bevor allerdings eine überschnelle Entscheidung getroffen wird, ist es wichtig, die eigenen Fähigkeiten genau zu bewerten. Hinsichtlich des technischen Verständnisses und einer gewissen mathematischen Begabung steht die Ausbildung zum Fachinformatiker einem vergleichbaren Studium in Nichts nach. Diese Ausbildung verlangt nach einer gewissen Detailverliebtheit und großer Hingabe. Viele der Probleme, die in diesem Tätigkeitsfeld regelmäßig auftreten, lassen sich erst nach längerer Suche finden. Wer aber hartnäckig bleibt, der wird für seinen Arbeitgeber und bei einer eventuellen Selbstständigkeit, für seine Kunden, ein wichtiger und starker Partner. Auch bei den Freunden und der Familie kommt es gut an, wenn für gängige Probleme mit dem Handy schnell Lösungen gefunden sind.

Mit welchen Gehältern dürfen angehende Fachinformatiker rechnen

Nicht nur die Leidenschaft für eine bestimmte Thematik, sondern auch das Gehalt ist ein entscheidender Faktor bei der Berufswahl. Im Fall des Fachinformatikers gilt es zwischen dem Ausbildungsgehalt und dem späteren Gehalt zu unterscheiden. Bereits im ersten Ausbildungsjahr darf mit einem Gehalt von bis zu 1.050 Euro im Monat gerechnet werden. Im dritten und letzten Jahr der Ausbildung steigt dieses auf bis zu 1.200 Euro brutto. Abhängig ist das größtenteils vom Bundesland, in dem eine Lehre begonnen wird. Die Region ist ebenso bei den Einstiegsgehältern entscheidend. In Bayer, Baden-Württemberg und Hessen sind Einstiegsgehälter von bis zu 3.600 Euro pro Monat nicht untypisch. Je nach Branche sind sogar 4.000 Euro brutto möglich. Mit der Erfahrung im Beruf steigen natürlich auch die Gehälter. Als ausgebildeter Fachinformatiker sind damit Monatsgehälter von bis zu 6.000 Euro nicht ungewöhnlich.

computer

Was macht ein Fachinformatiker eigentlich?

Die Ausbildung zum Fachinformatiker ist in vier Teile aufgeteilt:

  1. Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung
  2. Fachinformatiker für Systemintegration
  3. Fachinformatiker für digitale Vernetzung
  4. Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse.

Diese Aufteilung ist notwendig, da die Themenbereiche immer komplexer werden und nicht mehr von einem generellen Informatiker in der gewünschten Qualität bedient werden können. Die Technisierung schreitet so sehr voran, dass in Zukunft mit einer weiteren Unterteilung der Ausbildung zum Fachinformatiker gerechnet werden darf. Wieso eine derart präzise und starke Aufteilung notwendig ist, wird ersichtlich, wenn in Betracht gezogen wird, dass heute bereits kleinere Unternehmen viele Prozesse automatisieren. Eine immer stärker werdende Abhängigkeit von der Technik lässt sich nicht vermeiden. Gerade deshalb ist es wichtig, mit einer ausreichend großen Menge an gut ausgebildeten Fachkräften auf diese Abhängigkeit zu antworten.

Der Anwendungsentwickler ist der Software-Spezialist unter den Informatikern. Er ist gefragt, wenn es um Updates und Firmware geht. Mit seinem Know-how ist er in der Lage, eine Vielzahl von Problemen mit innovativer Programmierung zu lösen.

Die Spezialisten für Systemintegration sind gefragt, wenn ein Unternehmen auf eine umfassende Gesamtlösung angewiesen ist. Dieser Informatiker richtet sowohl Hard- als auch Software ein und sorgt dafür, dass alle Komponenten perfekt miteinander kommunizieren. Diese Spezialisierung ist auch dann gefragt, wenn nur einzelne Teile eines bereits bestehenden Systems erneuert werden sollen und dabei jegliche Zwischenfälle möglichst vermieden werden sollen.

Ist der ausgebildete Fachinformatiker auf die digitale Vernetzung spezialisiert, so ist es seine Aufgabe, Ausfälle zu verhindern und Netze vor unerlaubten Zugriffen zu schützen. Sein Fachgebiet sind Sicherheitssysteme und Firewalls.

Wer sich für die Daten- und Prozessanalyse spezialisiert hat, der kümmert sich darum, dass bei der schier unglaublichen Zahl an täglich generierten Daten in einem Unternehmen niemand den Überblick verliert. Dieser Informatiker stellt das Bindeglied zwischen der Technik und dem Menschen dar. Mit seiner Tätigkeit sorgt der Datenspezialist dafür, dass die gewonnenen Daten verwertbar und korrekt sind.

Die eigenen Fähigkeiten nutzen und verwerten

Ist das eigene Interesse für Technik groß, so sollte die Chance auf ein Praktikum vor dem Antritt einer Ausbildung auf jeden Fall in Anspruch genommen werden. Technik ist faszinierend, aber auch sehr komplex. Der ein oder andere verliert beim Erlernen der komplizierten Programmiersprachen die Lust und bereit seine Entscheidung, sich für eine bestimmte Art der Ausbildung entschieden zu haben. Wer sich Dinge gut merken kann und zudem komplexe Strukturen entschlüsselt, der ist besser geeignet als jemand, der bei der Programmierung aufgrund von Bugs schon nach wenigen Fehlern aufgibt. Die Ausbildung zum Fachinformatiker ist zwar nicht leicht, doch dennoch lohnend. Die Erfolge in der IT-Branche sind nicht immer unmittelbar und zeitnah verfügbar. Dennoch sind sie es wert, dranzubleiben. Für die großen Fortschritte in der Technik, braucht es Nerds, die geduldig und mutig genug sind, eigene Projekte zu Ende zu führen.

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Vangelis

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