News

Brennendes Galaxy Note 7: Verkauf weltweit gestoppt



Mit dem Galaxy Note 7 hat Samsung eine mächtige Pleite erlitten. Grund: Die Akkus explodieren. Nach mehreren Rückruf- und Umtausch-Aktionen wurde erstmals ein weltweiter Verkaufsstopp verhängt. Was bedeutet das für den Samsung-Konzern und sind auch andere Smartphones betroffen?

Imageschaden für Samsung?

Der Akku war schon immer eine Schwachstelle von Smartphones – egal von welcher Marke. Jetzt wurde es aber zum ersten Mal gefährlich. Bei mehr als 30 Usern eines Galaxy Note 7 überhitzten die Akkus und gerieten in Brand. In den USA musste deshalb sogar ein Flugzeug evakuiert werden. Samsung prüfte die defekten Handys und startete zunächst eine aufwendige Umtauschaktion. Aber auch die Ersatztelefone waren fehlerhaft und so blieb dem südkoreanischen Konzern nichts anderes übrig, als den Verkauf weltweit zu stoppen und sämtliche Note 7 Phones zurückzuholen.

Für Samsung bedeutet das geschätzt einen Verlust von 17 Milliarden US-Dollar. Das Galaxy S7 sollte mit einem Verkaufspreis von 849 Euro das bisher teuerste Smartphone von Samsung in Deutschland werden. Der Konzern galt bisher als Handy-Weltmarktführer, er könnte durch den Imageschaden nun aber seinen Vorsprung vor Apple verlieren. Allerdings hat der Hersteller mit dem Galaxy S7 und dem Galaxy S7 Edge noch zwei hervorragende Modelle auf dem Markt, deren Niveau bisher kein Konkurrenzmodell erreicht hat. Experten sind sich deshalb noch uneinig, inwiefern Samsung die Note-7-Pleite nachlasten wird.

Können auch andere Handys brennen?

Smartphones sind keine einfachen Telefone mehr, sondern kleine Mini-Computer, die einen riesigen Energiebedarf haben. Der Akku wird immer mehr gepitcht, die Akkuzellen dichter gepackt, damit mehr Leistung und vor allem längere Leistungsfähigkeit erreicht wird. Lithium-Ionen-Akkus speichern also enorm viel Energie. Diese entsteht, indem die Ionen beim Laden und Entladen wandern. Damit sie sich unterwegs nicht begegnen und einen Kurzschluss hervorrufen, ist ein Separator notwendig. Moderne Separatoren werden immer dünner, damit sich eine höhere Energiedichte erreichen lässt. Damit werden sie aber auch anfälliger. Funktioniert der Separator nicht, kommt es zum Kurzschluss. Prinzipiell kann das bei jedem Gerät mit einem Lithium-Ion-Akku passieren. Seit Einführung dieser Technologie gab es immer wieder Zwischenfälle – beispielsweise beim Sony Vario Notebook im Jahr 2008.

Wer haftet bei Handy-Schäden?

Im Fall des Galaxy S7 haftet Samsung mit einem speziellen Rücknahmeprogramm. Allgemein müssen die Hersteller für den Schaden aufkommen, wenn der Defekt ein Produktionsfehler ist. Wird der Schaden durch andere Umstände verursacht, kann man ihn beispielsweise von der Hausratversicherung erstatten lassen. Geht das Smartphone zum Beispiel kaputt, weil es in der Nähe einer ausgelaufenen Waschmaschine lag, oder wird es bei einem Einbruchdiebstahl entwendet, kann man den Schaden bei seiner Versicherung geltend machen. Auch die Haftpflichtversicherung kann aushelfen. Versicherungspakete wie das von der Cosmos Direkt springen ein, sobald das Gerät durch Dritte zu Schaden kommt. Lässt beispielsweise ein Freund das Handy fallen oder schüttet ein Partygast Wein über das Phone, kommt die Haftpflicht für den Schaden auf. Darüber hinaus gibt es verschiedene Handyversicherungen. Wer weiß, dass er ein Tollpatsch ist und öfter einmal sein Smartphone fallen lässt, für den kann sich diese Absicherung durchaus lohnen.

Bildrechte: Flickr Sur la trace du Burn Out Petit_louis CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
Tags

Vangelis

Ich bin Vangelis, der Inhaber und Administrator von windowspower.de Ich bin begeisterter Windows-Fan und habe die letzten Jahre zusammen mit meinem Team windowspower.de aufgebaut.Stetig arbeiten wir daran Lösungsvorschläge für alle möglichen Windows-Probleme zu bieten.Ich freue mich sehr, wenn Euch unsere Tipps und Tricks auf windowspower.de helfen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

2 + 5 =