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Alternativen zum Media Player von Microsoft




Vor allem bei älteren Versionen von Windows gibt es immer wieder Probleme beim Abspielen neuerer Videos. Eine Ursache liegt darin, dass die Media Player der alten Windows-Versionen viele aktuelle Video-Codecs nicht kennen. Die Nutzer der veralteten Systeme müssen aber trotzdem nicht auf den Genuss der Videos verzichten, denn es gibt eine ganze Reihe von Alternativen. Eine gute Wahl ist der bereits seit 1996 von französischen IT-Experten entwickelte VLC-Player.

Wie kann der VLC-Player genutzt werden?

Der VLC-Download steht für die private Nutzung kostenlos zur Verfügung. Das ist erkennbar daran, dass er mit der Lizenz GPLv2 angeboten wird. Hinter dem Kürzel verbirgt sich eine General Public License in der Version 2. Bei dieser Lizenz darf jedermann die Programme kopieren und verbreiten. Auch können individuelle Änderungen vorgenommen werden, ohne dabei gegen die Lizenzbestimmungen zu verstoßen. Die LGPLv2-Lizenz (Lesser General Public License) ist dagegen für Entwickler interessant, die den VLC-Player in eigene Anwendungen implementieren möchten. Das heißt, die LGPLv2-Lizenz ist eine Erweiterung der GPLv2-Lizenz, die ein größeres Maß der Freizügigkeit bietet.

Mit welchen Systemen in der VLC-Player kompatibel?

Der VLC-Player steht in verschiedenen Versionen beispielsweise für die Betriebssysteme Windows, Linux, BSD, OS/2 macOS, iOS und Android zur Verfügung. Praktischerweise ist er für 32-bit-Systeme entwickelt worden, sodass er sowohl bei 32-bit-Systemen als auch 64-bit-Systemen zum Einsatz kommen kann. Durch diese Besonderheit ist er beim Betriebssystem Windows abwärts kompatibel. Er läuft also nicht nur unter Windows 10, Windows 8 und 8.1 sowie Windows 7, sondern kann problemlos auch auf älteren Rechnern installiert werden, welche die Betriebssysteme Windows Vista oder Windows XP nutzen. Viele Computerfreunde möchten ihr altes Betriebssystem nicht austauschen, weil sie beispielsweise bei älteren Games Probleme mit den aktuellen Versionen von Windows befürchten. Ganz unberechtigt ist diese Sorge auch nicht, obwohl Windows 10 einen (allerdings in den Systemeinstellungen gut versteckten) vollwertigen Kompatibilitätsmodus besitzt.

vlc-player

Der VLC-Player bringt eine umfangreiche Codec-Sammlung mit

Besonders beeindruckend ist die Bandbreite der Video- und Audioformate, welche der im Rahmen des Projekts VideoLAN entwickelte Universalplayer mitbringt. VideoLAN ist übrigens ein Projekt, das von den forschenden IT-Wissenschaftlern der École Centrale Paris betreut wird. Die nutzbaren Video-Codecs reichen von MPEG-1/2 und MPEG-4 (auch AVC) über die Formate H.261, H.263 und H.264 bis hin zur DivX (Versionen 1 bis 6) und WMV. Außerdem beherrscht der VLC-Player auch einige weniger gängige Videoformate. Beispiele dafür sind Cinepak, Dirac, Indeo Video, Real Video, Sorenson und Theora.

Die Palette der serienmäßig in der Programmbibliothek enthaltenen Audio-Codecs kann sich sehen lassen. Dass der Universalplayer die Formate MP3, AAC und WMA beherrscht, versteht sich von selbst. Doch er kann auch Musik in zahlreichen anderen Formaten wiedergeben. Dazu gehören zum Beispiel FLAC-Dateien, ALAC-Dateien sowie Musik, bei deren Speicherung die Codecs Vorbis, Speex, Real Audio, Alaw, Midi, Musepack oder Wavpack verwendet wurden.

Bei den nutzbaren Medien gibt es ebenfalls umfangreichen Support

Natürlich kann der VLC-Player nicht nur für das Abspielen von Videos und Musik von CD, DVD und Blue-ray genutzt werden. Er eignet sich außerdem für die Wiedergabe von Inhalten, die von einem TV-Kabelanbieter oder dem Receiver für das Satellitenfernsehen geliefert werden. Auch die Internetprotokolle HTTP, HTTPS und FTP werden als Quellen der wiederzugebenden Medien unterstützt. Zusätzlich lassen sich die Unicast-Protokolle DCCP/RTP sowie TCP/RTP und UDP/RTP nutzen. Auch mit dem Multicast-Protokoll UDP/RTP kann der VLC-Player umgehen.

Der Universalplayer bietet Extras beim Nutzerkomfort

Oftmals laufen die Bildspuren und Tonspuren nicht synchron. Das ist beim VLC-Player kein Problem, denn er ermöglicht eine individuelle Anpassung. Diese Funktion steht bei der Verwendung von Untertiteln ebenfalls zur Verfügung. Er bietet (wie die meisten Media-Player) einen Equalizer für individuelle Toneinstellungen und diverse Visualisierungen beim Abspielen von Musik. Die Benutzeroberfläche kann durch verschiedene Skins verändert und angepasst werden. Der Download und die Installation sind laientauglich. Ein Benutzerhandbuch ist überflüssig, weil die meisten Funktionen selbsterklärend sind.

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Vangelis

Ich bin Vangelis, der Inhaber und Administrator von windowspower.de Ich bin begeisterter Windows-Fan und habe die letzten Jahre zusammen mit meinem Team windowspower.de aufgebaut.Stetig arbeiten wir daran Lösungsvorschläge für alle möglichen Windows-Probleme zu bieten.Ich freue mich sehr, wenn Euch unsere Tipps und Tricks auf windowspower.de helfen.

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