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Von IPv4 zu IPv6 – Was Sie über die Umstellung wissen müssen


Bei der IP-Adresse setzt sich der Webstandard IPv6 immer mehr durch. Das neue Protokoll soll als Nachfolger von IPv4 im Datenverkehr für genügend IP-Adressen sorgen. Denn nun hat das Internet Architecture Board verkündet, dass keine freien IP-Adressen mehr nach dem IPv4-Standard verfügbar sind. Der Umstieg geht aber nur langsam vonstatten – gefragt sind jetzt vor allem die großen Unternehmen, um den Wechsel voranzutreiben.

Was auf den ersten Blick nur wie eine Namensänderung oder eine Weiterentwicklung aussieht, erfordert in Wirklichkeit komplett neue Hardware, weshalb einige Unternehmen bei ihren IT-Netzwerken noch bei der Umsetzung zögern. Doch der Umstieg ist dringend nötig, will man all seine Produkte und Geräte mit ausreichend IP-Adressen versorgen. „Der Umstieg auf den neuen IPv6-Standard ist für Unternehmen unumgänglich, denn die steigende Anzahl an miteinander verbundenen Geräten wird zu einem Mangel und irgendwann zu einer Unerreichbarkeit von IPv4-Adressen führen“, betont auch Jürgen Horak von der Firma Dimension Data, die gerade ihren Network Barometer Report 2016 vorgestellt hat.

Der wichtigste Unterschied zwischen den beiden Versionen ist die Größe des Adressraums. IPv4-Adressen bestehen aus elf Ziffern und bieten die Möglichkeit für knapp 4,3 Milliarden unterschiedliche bzw. einzigartige IP-Adressen. Doch das reicht nicht, da sie bereits aufgebraucht sind. Die letzten übrigen Adressen konnten nur noch auf dem freien Markt erstanden werden, da die Registrierungsagentur keine mehr übrig hatte. Deshalb fordert die ICANN bereits seit 2014 Unternehmen und Registrierungsagenturen zum Umstieg auf IPv6 auf. Die eigene IP-Adresse kann man mit einem Klick auf www.hosting.1und1.de/ip-adresse abfragen.

IPv6: Mehr Adressen möglich

Die IPv6-Nummer besteht im Unterschied zur IPv4 aus acht Blöcken mit jeweils vier Stellen, die Ziffern oder Buchstaben enthalten können und durch Doppelpunkte getrennt werden. Die letzten vier Blöcke werden dabei für jedes Gerät individuell vergeben, während die ersten vier im Normalfall vom Zugangsanbieter zugeteilt werden. Die Größe des neueren Namensraums ist unvorstellbar: Mit dem neuen Webstandard stehen circa 3,4 x 1038, d. h. rund 340 Sextillionen Adressen zur Verfügung.

Angesichts dieser scheinbar übertrieben großen Anzahl ist zu bedenken, dass nicht nur Smartphones, Tablets, Laptops und Desktop-PCs mit IP-Adressen versorgt werden müssen, sondern zunehmend auch Haushaltsgegenstände wie Kühlschränke oder Glühlampen – Stichwort „Internet der Dinge“. In Deutschland greifen derzeit etwa 27 Prozent der Nutzer per IPv6 auf das Internet zu, berichtet Stefan Beiersmann vom ZDNet. Weltweit sollen es rund 14,6 Prozent, in den Vereinigten Staaten fast 30 Prozent sein. Ein schnellerer Umstieg ist laut Heise Online vor allem von der Wirkung großer Unternehmen in den einzelnen Ländern abhängig. Ob Sie selber schon IPv6 nutzen bzw. nutzen könnten, können Sie unter www.test-ipv6.com abfragen.

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Über den Autor Vangelis

Ich bin Vangelis, der Inhaber und Administrator von windowspower.de Ich bin begeisterter Windows-Fan und habe die letzten Jahre zusammen mit meinem Team windowspower.de aufgebaut.Stetig arbeiten wir daran Lösungsvorschläge für alle möglichen Windows-Probleme zu bieten.Ich freue mich sehr, wenn Euch unsere Tipps und Tricks auf windowspower.de helfen.

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